Archive for the ‘Gehölze’ Category

Ein Rhododendron kommt selten allein……(kleines Rezept gegen Rhododendrondepression)

Freitag, November 11th, 2011

….zumindest sollte er das nicht. Viel zu oft sieht man traurige Rhododenronbüsche, alleingelassen auf langweiligen Rasenflächen dahindümpeln. Kein Wunder das dieser Strauch zum Inbegriff biederen Gartentums geworden ist. Dabei kann er auch anders. Akzente setzen, Ruhe symbolisieren, strukturieren und Halt geben – wenn er nicht alleine ist. Gerade bei Rhododendren gilt: Zusammen sind wir schick!!!

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 Zuerst stellen wir unserem vereinsamten Rhodo einen schicken Baum zur Seite. Eine Birke, eine Kugelesche, eine Mahagonieeberesche oder vielleicht einen Ginko. Auch ein Amberbaum würde passen. Das sieht nicht nur gut aus, sondern der Rhodo bekommt etwas Schatten ab, nicht zu viel denn ganz ohne Sonne gibt es keine Blüten.

So nun gruppieren wir ein par schöne helle Natursteinfindlinge dazu. Sie unterstreiechen die ruhige Ausstrahlung unseres Rhododendron und sind zugleich heller Gegenpool zum dunklen Laub.

Weil so viel Ruhe und Gelassenheit aber auch schnell langweilig werden kann sorgen nun lockere luftige Gräser für Abwechslung. Ihre sanften dünnen Halme spielen im Wind und hauchen dem Pflanzenbild Leben ein. Die hellen Braun und Grüntöne der Gräser kommen vor dem dunklen Grün des Rhodo so richtig schön zur Geltung. Besonders im Herbst, wenn sich die Halme herrlich gelb und rostbraun färben. Ganz zu schweigen von Tagen mit Rauhreif – ein Traum……….(Goldberggras und Rasenschmiele, Carex-Arten und Luzula)

 Was fehlt noch??? Ach ja ein paar schöne große Blätter am besten in blaugrün oder gelbgrün. Hostas zum Beispiel, sie fühlen sich im lichten Schatten genauso wohl wie der Rhododendron. Auch Brunnera (Vergissmeinnicht) und Heuchera (Purpurglöckchen) passen gut. Irische Maiglöckchen sehen besonders im Herbst  sehr schön dazu aus, wenn ihr Laub buttergelb wird. Auch der gelbgrüne Frauenmantel (Alchemilla) oder Bergenien sind ein guter Nachbar.

 Nun fehlen noch die kleinen hilfreichen Geister, die im Schatten wachsen, dem Unkraut Parolie bieten und sanft den Boden mit ihrem Grün bedecken – genau die Bodendecker. Hier stehen Elfenblumen (Epimedium) und Omphalodes (Gedenkemein) in erster Reihe. Aber auch Primeln, Ajuga und Immergrün gedehein gern in solcher Gesellschaft.

 Den  letzten Schliff bekommt unsere kleine Pflanzengesellschaft durch Blumenzwiebeln. Maiglöckchen, Märzenbecher, Traubenhyazinthen und wilde Narzissen schmuggeln sich zwischen die Stauden und unter den Rhododendron um im Frühling das Gartenjahr mit ihren Blüten zu begrüßen.

 Aus ist’s mit Langeweile und Tristes!!!! :

 Zuerst spießen die Blumenzwiebeln und verzaubern mit ihren leuchtenden Farben, dann trumpft der Baum mit hellgrünem Blattaustrieb auf, derweil zeigen die ersten Stauden frische Triebe und Blätter und bedecken den kahlen Boden, dann kommt die Rhododendronblüte – das Highlight schlechthin. Den Rahmen dazu bilden Frühlingsstauden mit zarten Blüten: blaue Vergissmeinnicht, bunte Primeln, rosa Bergenien und Narzissen. Jetzt haben auch Gräser und Hostas ausgeschlafen und treiben munter aus. Sie werden den Sommer mit Grüntönen und Blattstruktur dominieren. Im Herbst zeigen alle noch einmal ihre beste Seite.

Die Hostablätter werden gelb, Bergenienblätter rot, der Baum bekommt seine Herbstfarbe und die Gräser färben sich, jetzt wird der dunkelgrüne Rhododendron zur perfekten Kulisse. Und der erste Frost zaubert Rauhreif auf Gräser und Blätter und dann wirds richtig schön. Im Winter hält dann der immergrüne Rhododendron die Stellung und bringt tapfer grüne Farbe in den grauen Garten. Danken wird ihm mit ein wenig Wasser an frostfreien Tagen.

 Faziet: gibt man dem Rhododendron die richtigen Freunde zur Seite wird’s ihm und uns nicht langweilig…..und so soll Garten schließlich sein.

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Eberesche im Feuerkleid……

Donnerstag, November 10th, 2011

 feurig rot und orange präsentiert sich die Mahagonieeberesche in diesem Herbst.

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Inkarho das Zauberwort für Rhododendronfans…..

Dienstag, Februar 8th, 2011

Gartenplaner kennen diesen Satz ‘…und am liebsten einen Rhododendron…’ und vielen klingeln da die Ohren! Rhododendren sind beliebt, weil immergrün, in unzähligen Sorten auf dem Markt und sie haben eine tolle Blüte. Klar jeder will einen haben…
ABER so ein Rhododendron ist wählerisch, der Boden sollte durchlässig nicht zu trocken, aber auch nicht nass sein, schön humos und einen sauren ph-Wert haben und solche Bedingungen findet man nun mal nicht überall. Duchlässigkeit und Humusgehalt kann man mit guter Bodenbearbeitung und regelmäßiger Zufuhr von Komost noch hinbekommen, den ph-Wert allerdings auf einem sauren Stand zu halten ist oft schwierig. Da kommen nun die Neuen mit dem Namen Inkaroh ins Spiel. Hier ist es nach langen Jahren von Züchtung und Forschung gelungen Rhododendren auf kalktollerante Unterlagen zu veredeln. Mittlerweile gibt es viele auch alt bewährte Sorten auf Inkarho. Und auch wir Gartenplaner atmen auf, denn so kann man doch den einen oder anderen Pflanzenwunsch nun doch in Erfüllung gehen lassen. Wie man Rhododendren am besten zur Geltung bringt und welche Zicken so noch so haben, dazu später mehr in diesem Blog…..

hier gehts zur Internetseite Inkarho>>>>>
Rhododendren im Web finden man zb. hier >>>>

Magnolia x soulangeana ‚Genie’ - dunkle Schönheit

Dienstag, Februar 1st, 2011

Als IPM-Neuheit 2011 in der Kategorie Gehölze gekührt, wird diese elegante Schönheit sicher in Zukunft viele Gärten bezaubern. Die samtig tief dunkelroten Blüten haben eine elegante, kompakte Form, die fast an die Blüte einer Edelrose erinnern. Das üblichen Farbspektrum der Magnolien das von weiß bis dunkelrosa reicht, wird mit diesem Neuzugang mehr als bereichert……

hier kann man die neue Magnolie bewundern (http://www.g-net.de/ Zentralverband Gartenbau e.v.) >>>>>>>

Aronia - schön & lecker….

Dienstag, November 3rd, 2009

Die Apfelbeere (Aronia melanocarpa) ist in unseren Gärten leider noch ein Exot. Dabei gibt es dafür keinen Grund. Sie passt mit einer Höhe von bis zu 1,5m auch in kleine Gärten, ist absolut frosthart und ziemlich anspruchslos (hoher Kalkgehalt wird nicht so gut vertragen). Im Frühling hat der Strauch weiße Blüten und im Herbst trägt er unscheinbare schwarze Beeren, die es aber in sich haben. Aroniabeeren enthalten viel Eisen, Jod, Vitamin A, E und K sowie einen hohen Anteil an Anthocyanen. Den Beeren werden daher Radikalfängereigenschaften und ein positiver Einfluss bei einer Reihe von Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauferkrankungen) zugeschrieben.  Die Beeren sind etwa 2 Wochen haltbaraber. Man kann sie sehr gut zu Marmalade, Saft oder Likör verarbeiten. Sicher lassen sie sich auch für Früchtetee trocknen. Neben den Beeren bekommt die Aronia im Herbst eine beeindruckende Blattfärbung von einem feurigem Orangrot. Will man die Beeren mal nicht ernten dann kann man sie einfach hängen lassen, den Rest erledigen die Vögel.